Exped Crush Drybag – Die gepolsterte DSLR-Fototasche für unterwegs

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Leidiges Thema, was jedoch immer wieder aktuell ist, denn auf seine Fotokamera will man auf Tour nicht verzichten, gleichzeitig das teure Equipment nicht unsanft behandeln.

Auf Tour ist immer das leidige Thema gewesen, wo und wie kann man die Kamera verstauen. Wichtig hierbei ist jedoch, dass die Kamera griffbereit und zugleich auch wasserdicht verpackt ist. Bis dato hatte man schon viel experimentiert und eigentlich unterm Strich auch keine optimale Lösung gefunden. Interessant war ein Experiment aus vergangener Tage, wo man einen Chalkbag als Objektivköcher und somit als Kamerahalterung genutzt hat. Hierbei hat man den noch nicht für das Klettern verwendete Chalkbag bequem am Hüftgurt vom Rucksack befestigt, den Umhängegurt der DSLR wiederum an den Schulterträgern. Wenn man so unterwegs fotografieren wollte, hatte man wiederum seine Fotokamera im „Köcher“ stets griffbereit und zugleich beim Ablegen des Rucksack nicht gleich verknotet. Auf Tour war das sehr komfortabel.

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Tatonka NP Bag – In der Größe L

Ein Nachteil war hierbei, dass die Kamera nicht komplett geschützt wurde und nur das Objektiv im Chalkbag steckte, nicht jedoch der Body der Kamera. Die Kamera als solche war somit die ganze Zeit dem Wetter ausgesetzt. Mit einer Tasche von Tatonka konnte man nun die Kamera in den schottischen Highlands schön in einem EVA-Stoff von Schmutz und Stößen schützen, nicht jedoch vor Nässe, so dass dann doch irgendwie wieder ein Rundbeutel/Packsack von Sea to Summit auf Bergtouren zum Einsatz kam.

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Durch Zufall wurde man nun im Shop der Biwakscharte auf interessante Packsäcke aufmerksam, die wiederum gleich mehrere Vorteile mit sich bringen. Mit anderen Worten, man bekommt mit einem Produkt von Exped das alles als Verbund geboten, was man wiederum mühseelig über andere Marken kombiniert hat. Die Exped Crush Drybag Packsäcke bieten eine Polsterung aus 4-mm-EVA-Material im Innern in Form eines herausnehmbaren und mit Klettverschluß schließbaren Sack, gleichzeitig jedoch auch eine wasserdichte Außenhülle mit Rollverschluß. Zwar hat man nicht gerade die leichtesten Materialien am Leib, dafür unterwegs direkt den bestmöglichen Schutz im minimalistischen Umfang.

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Crush Drybag S:
LxBxH: 28 x 17cm
Gewicht: 100g

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Das Größenangebot der Exped Packsäcke deckt dabei ein gutes Spektrum ab, so dass man in der Größe S nicht nur die DSLR inkl. Teleobjektiv verstauen könnte, sondern für die deutlich kleinere Systemkamera auch einen kleiner als „S“ großen Packsack finden wird, der ebenfalls optimal passt. Im Exped Blog sieht man so z.B. eine Nikon D200 mit einem 35-70 f2.8 Objektiv, man selbst hat die Kombination Nikon D90 und ein Tamron AF 18-270mm F/3,5-6,3 Di II VC PZD. Wer auf den Geschmack gekommen ist, der kann direkt sein Smartphone ebenfalls mit den Taschen ausstatten.

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Zur Wasserdichtigkeit der Außenhülle sei gesagt, dass es sich hierbei um PU-beschichtetes 70D-Tafettanylon mit 10’000 mm Wassersäule handelt. Beim Blick auf das Polstermaterial sei gesagt, dass man hierbei ein etwa 4mm dicken geschlossenporigen EVA-Schaumstoff verwendet hat. Als Verschluß der Außenhülle kommen die hochwertigen Duraflex-Schnallen zum Einsatz. Wird der Rollverschluss nun mindestens 3x gefaltet und durch die Schnallen gesichert, so sollte der Inhalt auch vor Nässe gänzlich geschützt sein.

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Fazit zum Exped Crush Drybag

Packmassfanatiker werden hier natürlich nicht glücklich, aber dies auch schon nicht mit einer DSLR und Teleobjektiv. Nimmt man rein die „inneren Werte“, so wäre die Tasche mit der gepolsterten Innentasche und der wasserdichten Außenhülle ein Traum. Das „Äußere“ wäre dann wiederum das Gewicht, welches sich noch durch leichtere Außenhüllen/Packsäcke von Sea to Summit bzw. Exped drücken könnte, jedoch wären die Verstau- bzw. Befestigungsmöglichkeiten eben dieser Außenhüllen etwas mager. Kleiner Lichtblick und Anreiz zum Experimentieren ist nun hier eine weitere Lasche in Form eines Tragegriff am Boden, der bei den meisten Packsäcken nicht vorhanden ist. An den Duraflex-Schnallen könnte man prinzipiell einen Karabiner befestigen, dieser würde jedoch die Tasche nur am Schultergurt aufhängen und nicht fixieren. Der Tragegriff am Boden würde nun die Gelegenheit bieten den Rundbeutel nun in zwei Richtungen zu fixieren. Interessant beim Einsatz auf Trekkingtouren wäre eine Lösung, wo man die Tasche fixieren könnte, so dass es beim Laufen nicht irritiert. In der Beziehung war die Lösung mit dem kleineren Chalkbag am Rucksackhüftgurt unschlagbar. Hier war die Kamera im Bewegungsablauf überhaupt nicht hinderlich.

Genauso wie Ihr sind auch wir nun gespannt, wie sich die Tasche nun auf Wanderungen und in der Outdoorfotografie verhält, aber auch, ob man nun die ultimative Lösung gefunden hat oder ob man nun noch weiter suchen muss. Wir werden Euch auf dem Laufenden halten….

 

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